Duma und die Kerwa
Obwohl Duma im letzten Jahr die Kerwa vor unserer Haustüre schon mitgemacht hat,
scheint er in diesem Jahr " das ganze Ausmaß" erst richtig wahrzunehmen.
Ein wenig gruselig sind die vielen Menschen, die an unserem Garten vorüberziehen und die "musischen Geräusche".
Die Gerüche - eine Mischung aus Haxn, Steckerlfisch, Bratwürsten, Langos und gebrannten Mandeln - die je nach Windrichtung unsere Terrasse
einnehmen, prüft er mit seiner langen Nase regelmäßig.
Ansonsten zeigt er sich wenig beeindruckt vom Bürgerschießen und dem turbulenten Umfeld. Dachten wir!
Am zweiten Abend war er beim Gassi im Wald doch etwas anders.
Als ich ihn wegen Radler-Begegnungsverkehr an die Leine nehmen wollte, schrie er laut auf! Ohne jeglichen Kontakt, nur
die Handbewegung zum Halsband reichte....
Körperhaltung, verängstigter Blick, Schreien...... zurück zum Anfang???
Ob die Dämonen seiner Vergangenheit gerade wieder zuschlagen???
NEIN - das haben wir schon mal geschafft und bekommen das auch wieder hin!
Schließlich können wir Dumas Verhalten nun besser einschätzen und haben auch unsere kleinen homöopathischen Helferlein
noch im Vorrat!
Trotz Rummel um uns rum, fühlt sich Duma auf unserem Grundstück sicher. Ruby gibt ihm Stabilität.
Als Ruby aber in ihr Ausweichquartier im ersten Stock gezogen war, wurde Duma ein wenig unruhig.
So ganz ohne Ruby im Wohnzimmer...

Das gefiel ihm wohl gar nicht!
Also nahm er allen Mut zusammen und folgte mir über die Treppe ins Obergeschoß um nach Ruby zu schauen.
Wieder Neues dazugelernt - einfach so, aus eigener Neugier und Antrieb - trotz der unruhigen Situation außen rum!
Wir werden die Tage bis zum nächsten Sonntag mit vielen selbst geschaffenen Ruheoasen und Aufenthalten im Wald packen!
Und dann sind es ja wieder 365 Tage bis zur nächsten Kerwa - bis dahin hoffen wir, dass Duma noch besser mit den
Umständen zurechtkommt!
Ein Prosit der Gemütlichkeit von den Heinleins mit
Duma und Ruby
Sowie Ede und Matti, die Kerwa auch nicht so gemocht haben
